Magnetresonanztomographie (MRT)

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Allgemeine Information

Mithilfe der Magnetresonanztomographie – auch Kernspintomographie genannt – können ohne Strahlenbelastung anatomische Strukturen des menschlichen Körpers durch Schnittbilder in jeder gewünschten Ebene dargestellt werden. Die unterschiedlichen Gewebearten können dabei mit einem hohen Kontrast und einer Auflösung bis in den Millimeterbereich abgebildet werden. Die Magnetresonanztomographie ist das modernste Verfahren in der radiologischen Diagnostik und ist aufgrund der fehlenden Strahlenexposition insbesondere auch für Kinder und Schwangere sehr gut geeignet. Bisher sind keinerlei Risiken durch die bei der Magnetresonanztomographie verwendeten starken Magnetfelder sowie elektromagnetischen Hochfrequenzfelder bekannt.

 

Wie funktioniert die MRT?

Die Atomkerne der prinzipiell in jedem menschlichen Gewebe vorhandenen Wasserstoffatome besitzen einen Eigendrehimpuls (Spin), d.h. letztendlich magnetische Eigenschaften. In einem starken äußeren Magnetfeld (wie es in der Röhre eines Kernspintomographen vorherrscht) richten sich die normalerweise ungeordneten Atomkerne kompassähnlich in geordneter Weise aus: durch einen kurzen Hochfrequenzimpuls geraten die ursprünglich gleichmäßig angeordneten Atomkerne dann ins Schlingern, um nach Abschalten des Impulses wieder in die Ausgangsposition zurückzukehren. Die in dieser Zeit ausgesendeten Signale der Wasserstoffatome werden von speziellen Spulen aufgefangen und per Computer werden dann Bilder der untersuchten Körperregion berechnet.

 

Welche Untersuchungen werden gemacht?

Die Magnetresonanztomographie eignet sich sehr gut für die Diagnostik des Bewegungsapparats (Wirbelsäule, Extremitäten, Gelenke), des Schädels sowie der Oberbauch- und Beckenorgane. Ebenso kann die Magnetresonanztomographie bei speziellen Fragestellungen wie der Darstellung des Herzens oder des Gefäßsystems sinnvoll sein.

 

Wie läuft die Untersuchung ab?

Zur Untersuchung wird der zu untersuchende Körperteil in die Mitte einer ca. 70 cm weiten Röhre gefahren. Diese ist gut belüftet und bleibt während der gesamten Untersuchungszeit (meist 15 – 30 min) geöffnet. Während der Untersuchung entsteht ein unterschiedlich lautes Brummen und Klopfen, das jedoch durch das Tragen eines Gehörschutzes kaum störend ist. In unserem neuesten 3 Tesla Gerät von Philips wird über eine spezielle Brille zudem eine beruhigende Landschaftsanimation eingespielt. Abhängig von der Fragestellung kann die Anwendung eines über die Armvene gegebenen Kontrastmittels notwendig sein. Dieses ist sehr gut verträglich und in der Regel ohne Nebenwirkungen.

 

Was ist besonders zu beachten?

Es dürfen keine Gegenstände aus Metall (z.B. Schmuck, Uhren, Geldmünzen, Schlüssel) in den Untersuchungsraum mitgenommen werden; Piercings sollten wenn möglich abgenommen werden. Metallimplantate (nach Knochenbrüchen), Zahnimplantate oder künstliche Gelenke stellen in der Regel kein Problem dar. Im Vorfeld muss jedoch unbedingt abgeklärt werden, ob Herzschrittmacher, Herzklappen, Ohr-Implantate, Hirn-Clips oder Nervenstimulatoren implantiert worden sind. In diesen Fällen muss zunächst geprüft werden, ob eine Magnetresonanztomographie gefahrlos durchgeführt werden kann.